Juvia CO2-Laser

Beschreibung


Die Geschichte des konventionellen CO2 Lasers
Der Carbon Dioxide Laser strahlt fokussiertes Infrarot Licht aus (10.600 nm), welches durch Wasser gut absorbiert wird. CO2-Laser wurden 1991 zum ersten Mal für Gesichtshauterneuerungen (Skinresurfacing) verwendet und schnell zum "Goldstandard" für die Behandlung verschiedener Hautschädigungen (z.B. die sichtbaren Anzeichen sonnengeschädigter Haut, inklusive Falten). Diese Art der Anwendung bedeutet jedoch die vollständige Abtragung der Haut und fordert einen erfahrenen Operateur. Es bestand immer das Risiko von bleibenden Pigmentveränderungen. Obwohl die Behandlungen als effektiv galten, gingen sie in Ihrer Popularität stark zurück. Viele Patienten wählten dann wenn schon, lieber einen operativen Eingriff oder bevorzugten weniger effektive, dafür aber schonendere und komfortablerer Behandlungsmethoden.

Neuartige fraktionierte Laserbehandlungen
In den letzten drei Jahren wurden verschiedene Laserarten individuell zur fraktionierten Behandlungen angepasst. Bei dieser Behandlungsart wird nur ein kleiner Teile eines Hautareals (sogenannte Mikrothermale Zonen) behandelt und die dazwischen liegenden Flächen des Areals bleiben intakt und unbeschädigt. Das Konzept hinter solchen fraktionierten Behandlungen ist das durch Migration und die Neubildung von epidermalem Gewebe aus diesen unbehandelten Flächen heraus, der Heilungsprozess stark beschleunigt wird. Unsere Haut besitzt neben einem vorgegebenen Plan zur Zellneubildung auch ein "Erinnerungsvermögen" für vorhandene Schädigungen. Das neu gebildete Gewebe folgt wieder viel mehr dem ursprünglich durch unseren Organismus vorgegebenen "Bauplan" ohne Ausbildung der Zelleigenschaften des zuvor entfernten, sonnengeschädigten Gewebes.

Kombination aus Entfernung und Hitzeschädigung von Gewebe
EOZ - Laserstrahlung ist einzigartig, da sie sowohl die epidermale Ablation als auch die thermische Gewebsschädigung bewirkt (umliegendes epidermales Gewebe und darunter liegendes dermales Gewebe werden auf eine Temperatur erhitzt bei der das Zellprotein denaturiert). Während die Ablation der Epidermis der Entfernung von Dichromasien und epidermalem Pigmentierung dient, verursacht die Hitzeschädigung eine Stimulation dermaler Zellen (Fibroblasten). Diese sind für die strukturelle Integrität (extrazelluläre Matrix) der Haut und für die Formation neuen Kollagens verantwortlich. Die Hitzeschädigung stimuliert den Wundheilungsprozess, welcher wiederum den Kollagenumbauprozess in Gang setzt. Das bedeutet, dass diese Laser sowohl für die Behandlung von Pigmentstörung und Lentigines, kleiner und großer Falten, Aknenarben, als auch der Hautbeschaffenheit (Porengröße, Rauheit) geeignet ist. Technologien auf Erbium-Laser-Basis benötigen hierfür vergleichsweise mehrfache Passes um bis an die Dermis zu abladieren und die gewünschte Kollagenneubildung zu stimulieren.

Energie und Pulszeit bestimmen die Behandlungseffektivität
Das Geheimnis einer erfolgreichen Behandlung ist eine präzise Kontrolle der Ablationstiefe und dem Grad der Hitzeschädigung. Die Ablationstiefe ist abhängig von der eingesetzten Energie, die abhängig von der durchaus unterschiedlichen epidermalen Dicke angepasst werden muss um die jeweilige epidermal-dermale Grenzschicht in den einzelnen Behandlungsarealen zu erreichen. Nur so kann der Kollagenneubildungsprozess optimal in Gang gesetzt werden. Durch die Anpassung der Pulszeit ist es möglich den Grad der lateralen Hitzeschädigung und somit auch den Gesamtanteil an thermisch geschädigter Fläche innerhalb eines definierten Areals zu bestimmen. Durch Kombination von Energie und Pulszeit, kann also genau festgelegt werden, welcher Effekt vorrangig in einem Behandlungsareal erzielt werden soll. Eine Methode den prozentualen Anteil abladiertem Gewebes zu verändern, ist die Veränderung der Scandichte, von 49 auf 81 oder 121 mikrothermale Zonen (MTZ) pro Quadratzentimeter. Histologien zeigen bei unterschiedlichen Behandlungsparametern auch deutlich unterschiedliche ablative und thermische Effekte.