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Lasertechnik
verständlich erklärt

53 Begriffe aus Lasertechnik, Haut und Dermatologie. Suchen Sie direkt nach einem Begriff oder springen Sie zum passenden Anfangsbuchstaben.

A

Akne: Ursachen und Behandlung

Akne ist eine Erkrankung der Haarfollikel und Talgdrüsen. Verstärkte Talgproduktion und eine gestörte Verhornung begünstigen verstopfte Follikel; daraus entstehen offene oder geschlossene Mitesser. Entzündungen können rote Papeln, Pusteln und tiefer liegende Knoten verursachen.

Die Ausprägung reicht von oberflächlichen Veränderungen bis zu ausgeprägten entzündlichen Formen. Narben und Pigmentveränderungen können zurückbleiben. Die Behandlung richtet sich nach Schweregrad, Verlauf und Hautzustand; eine Laser- oder Lichtbehandlung ist nur eine mögliche Ergänzung ausgewählter Behandlungskonzepte.

Aktinische Keratose / Präkanzerose

Aktinische Keratosen sind durch längerfristige UV-Belastung verursachte Veränderungen der Hornzellen der Oberhaut. Sie zeigen sich häufig als raue oder schuppige Stellen an sonnenexponierter Haut und werden auch solare Keratosen genannt.

Sie gelten als Vorstufen eines Plattenepithelkarzinoms und sollten dermatologisch abgeklärt werden. Ob und wie behandelt wird, hängt unter anderem von Befund, Ausdehnung und individuellen Risiken ab. Eine pauschale Prozentzahl für das persönliche Entartungsrisiko lässt sich daraus nicht ableiten.

Auch unter: Solare Keratose · Aktinische Präkanzerose

Alexandritlaser

Ein Alexandritlaser nutzt einen Alexandritkristall als Lasermedium und arbeitet in der Dermatologie typischerweise bei 755 nm. Das Licht wird unter anderem von Melanin aufgenommen.

Langgepulste Systeme werden zur Haarreduktion eingesetzt. Andere Pulsarten, insbesondere sehr kurze Pulse, können für ausgewählte Pigmentveränderungen und Tätowierungen vorgesehen sein. Anwendung und Pulsdauer sind gerätespezifisch; nicht jeder Alexandritlaser eignet sich für jede dieser Behandlungen.

Altersflecken

Altersflecken sind meist gutartige, flache braune Pigmentveränderungen an längerfristig sonnenexponierter Haut. Sie heißen auch Lentigo solaris oder Lentigo senilis und treten beispielsweise an Gesicht, Handrücken, Unterarmen und Dekolleté auf.

Ihre Entstehung hängt vor allem mit kumulierter UV-Belastung und einer veränderten Melaninbildung und -verteilung zusammen. Größe und Farbe können variieren. Vor einer kosmetischen Entfernung muss die Art der Pigmentveränderung sicher bestimmt werden; ähnliche Flecken können andere Ursachen haben.

Auch unter: Alterspigmentierung · Lentigo solaris

Angiofibrome

Angiofibrome sind gutartige Hautneubildungen aus Bindegewebe und kleinen Blutgefäßen. Sie erscheinen häufig als kleine, feste, hautfarbene bis rötliche Knötchen, unter anderem im Gesicht.

Einzelne Angiofibrome können unabhängig von anderen Erkrankungen auftreten. Mehrere typische Veränderungen können mit bestimmten erblichen Syndromen verbunden sein. Angiofibrome sind von weichen Hautanhängseln und Dermatofibromen zu unterscheiden.

Applikationstechniken

Der Begriff beschreibt, wie Laser- oder Lichtenergie auf ein Behandlungsgebiet übertragen wird. Bei einer statischen Anwendung erfolgt die Energieabgabe an einer definierten Position; dynamische Verfahren bewegen das Handstück über einen größeren Bereich.

Welche Technik eingesetzt werden darf, richtet sich nach System, Handstück, zugelassener Anwendung und Herstelleranleitung. Energie, Impulsführung, Kühlung und Kontaktbedingungen müssen entsprechend abgestimmt werden. Schmerzempfinden ist keine allgemeingültige Vorgabe für die Dosierung.

Argon-Laser

Der Argon-Laser ist ein Gaslaser mit charakteristischen Emissionslinien im blaugrünen Spektralbereich. Medizinisch wurde er unter anderem zur Photokoagulation eingesetzt, bei der Lichtenergie kontrolliert in Wärme umgewandelt wird.

Ein wichtiges Einsatzgebiet ist die Augenheilkunde, beispielsweise die gezielte Behandlung ausgewählter Netzhautveränderungen. Der konkrete Nutzen hängt von der Diagnose und dem eingesetzten Verfahren ab; historische Anwendungsgebiete sind nicht automatisch heutige Standardtherapien.

B

Besenreiser

Besenreiser sind kleine, erweiterte oberflächliche Blutgefäße, die als rötliche bis bläuliche Linien oder fächerförmige Netze sichtbar werden. Sie treten besonders häufig an den Beinen auf.

Oft stehen kosmetische Beschwerden im Vordergrund. Bei begleitenden Beschwerden oder ausgeprägten Veränderungen kann eine Abklärung des Venensystems sinnvoll sein. Je nach Befund kommen unter anderem Sklerosierung oder geeignete Laserverfahren infrage; nicht jede Gefäßveränderung wird gleich behandelt.

C

Condylomata acuminata

Condylomata acuminata, auch Genital- oder Feigwarzen, sind durch bestimmte humane Papillomaviren (HPV) verursachte Veränderungen von Haut und Schleimhaut im Genital- und Analbereich. Sie können einzeln oder in Gruppen auftreten.

Die Behandlung richtet sich nach Lokalisation, Größe, Ausdehnung und weiteren medizinischen Umständen. Ärztliche Möglichkeiten umfassen lokale Arzneimittel sowie abtragende, Kälte-, elektro- oder laserchirurgische Verfahren. Sehr ausgedehnte Riesenkondylome sind eine besondere, seltene Verlaufsform.

Auch unter: Feigwarzen · Genitalwarzen

Couperose

Als Couperose werden sichtbare feine Gefäßerweiterungen und Rötungen im Gesicht bezeichnet, besonders an Nase und Wangen. Rötungen können zunächst vorübergehend und später dauerhaft sichtbar sein.

Veranlagung und äußere Einflüsse wie UV-Belastung oder Temperaturreize können eine Rolle spielen. Couperose kann im Zusammenhang mit Rosazea stehen. Geeignete Gefäßlaser oder IPL können je nach Befund Behandlungsoptionen sein; die zugrunde liegende Hauterkrankung ist vorher zu beurteilen.

Auch unter: Couperosen

D

Dauerhafte Haarentfernung

Laser- und IPL-Verfahren zielen auf eine langfristige Reduktion unerwünschter Haare. Dabei nimmt das Pigment Melanin Licht auf und wandelt es in Wärme um, die haarbildende Strukturen beeinflusst. Mehrere Sitzungen sind üblicherweise nötig, weil sich Haare in unterschiedlichen Wachstumsphasen befinden.

Haarfarbe, Haardicke, Hauttyp, Körperregion und hormonelle Faktoren beeinflussen das Ergebnis. Sehr helle oder weiße Haare sprechen häufig schlecht an. Vorbereitung, Abstände, Kühlung und Nachpflege werden individuell festgelegt. Rötungen oder Schwellungen sind möglich; eine vollständige lebenslange Haarfreiheit lässt sich nicht pauschal zusagen.

Auch unter: Haarentfernung · Laserhaarentfernung · Haarreduktion

Diodenlaser

Ein Diodenlaser erzeugt seine Strahlung in einem Halbleiter. In der medizinischen Haarreduktion sind Systeme um 800 bis 810 nm verbreitet; je nach Gerät kommen auch andere Wellenlängen vor.

Ein Beispiel für ein Diodenlasersystem ist LightSheer. Wellenlänge, Pulsdauer, Leistung und Hautkühlung bestimmen gemeinsam die Anwendungsmöglichkeiten. Die Eignung für einen bestimmten Haut- oder Haartyp muss am konkreten System beurteilt werden.

Auch unter: Halbleiterlaser

Dual-Mode-Filtering

Dual-Mode-Filtering bezeichnet eine Filtertechnik bei bestimmten IPL-Systemen, insbesondere Ellipse beziehungsweise Nordlys. Filter begrenzen das abgegebene Wellenlängenspektrum auf den für die jeweilige Anwendung vorgesehenen Bereich.

Dabei werden auch längerwellige Anteile reduziert, die vor allem Wasser erwärmen würden. Ziel ist eine gezieltere Energieabgabe und eine geringere unnötige Erwärmung der Haut. Es handelt sich um IPL-Technik und nicht um eine besondere Laserart; Filter und Spektralbereiche hängen vom Applikator ab.

E

Epidermaler Naevus

Ein epidermaler Naevus ist eine meist gutartige, umschriebene Vermehrung von Zellen der Oberhaut. Er ist häufig schon bei Geburt vorhanden oder entwickelt sich in der Kindheit. Typisch sind bräunliche, verdickte oder warzenartige Hautbereiche, oft in streifenförmiger Anordnung.

Viele Befunde bleiben im Erwachsenenalter stabil. Bei störenden oder unklaren Veränderungen sind eine fachärztliche Beurteilung und gegebenenfalls operative oder laserbasierte Verfahren möglich. Juckreiz ist nicht bei jeder Form vorhanden.

Auch unter: Epidermaler Nävus

Epidermis

Die Epidermis ist die äußerste Hautschicht, auch Oberhaut genannt. Ihre Zellen bilden eine Schutzbarriere und erneuern sich fortlaufend. Von innen nach außen unterscheidet man Basalschicht, Stachelzellschicht, Körnerzellschicht und Hornschicht; an dicker Leistenhaut kommt eine Glanzschicht hinzu.

Die Basalschicht liefert neue Zellen, die während ihrer Wanderung nach außen ausreifen und verhornen. Die Hornschicht begrenzt unter anderem den Wasserverlust und schützt vor äußeren Einflüssen. Die Geschwindigkeit der Erneuerung ist nicht für alle Menschen und Körperstellen gleich.

Auch unter: Oberhaut

Epilation

Epilation bezeichnet die Entfernung von Haaren mit dem unter der Haut liegenden Anteil oder die gezielte Beeinflussung haarbildender Strukturen. Dazu zählen mechanische Verfahren ebenso wie Elektro- und lichtbasierte Methoden.

Zupfen oder Wachsen entfernen Haare vorübergehend. Elektrolyse sowie geeignete Laser- und IPL-Verfahren verfolgen eine längerfristige Haarreduktion. Der Begriff Epilation allein bedeutet deshalb nicht, dass das Ergebnis dauerhaft ist. Siehe auch dauerhafte Haarentfernung.

Erythem

Ein Erythem ist eine sichtbare Rötung der Haut durch eine verstärkte Durchblutung der oberflächlichen Gefäße. Es kann beispielsweise bei Entzündungen, Reizungen oder nach einer Lichtbehandlung auftreten.

Erythem beschreibt ein Erscheinungsbild und keine eigenständige Diagnose. Ursache, Dauer und Begleitsymptome bestimmen, wie die Rötung einzuordnen ist.

Auch unter: Hautrötung

F

Festkörperlaser

Festkörperlaser nutzen im engeren technischen Sinn einen Kristall oder ein Glas mit laseraktiven Ionen als Verstärkungsmedium. Beispiele sind Nd:YAG-, Er:YAG- und Alexandritlaser.

Je nach Medium, Wellenlänge und Pulsart unterscheiden sich die medizinischen Anwendungen deutlich. Diodenlaser bestehen ebenfalls aus festem Material, werden in der üblichen technischen Einteilung aber als Halbleiterlaser separat geführt. Siehe auch Lasertypen.

Feuermal

Ein Feuermal, auch Naevus flammeus, ist eine meist angeborene kapilläre Gefäßfehlbildung. Es erscheint als rosafarbener, roter oder violetter Fleck und wächst gewöhnlich mit dem Körper mit.

Feuermale bilden sich in der Regel nicht von selbst zurück. Im Verlauf können sie dunkler oder dicker werden und knotige Anteile entwickeln. Je nach Lage können weitere Untersuchungen sinnvoll sein. Für ausgewählte Befunde kommen unter anderem gepulste Farbstofflaser infrage.

Auch unter: Naevus flammeus

Fibrome

Fibrome sind gutartige Bindegewebsveränderungen mit unterschiedlichem Erscheinungsbild. Als weiche Fibrome bezeichnet man häufig kleine, manchmal gestielte Hautanhängsel an Hals, Achseln oder Leisten. Feste hautfarbene bis bräunliche Knötchen werden oft als Dermatofibrome bezeichnet.

Eine Entfernung ist nicht grundsätzlich erforderlich. Bei Reibung, Beschwerden, kosmetischem Wunsch oder diagnostischer Unsicherheit wird das Vorgehen individuell festgelegt. Welche Methode passt, hängt von Art, Größe und Lage der Veränderung ab.

Auch unter: Weiches Fibrom · Dermatofibrom

G

Granuloma pyogenicum

Ein Granuloma pyogenicum ist eine gutartige, gefäßreiche Haut- oder Schleimhautneubildung. Es wächst oft rasch zu einem roten, empfindlichen Knötchen heran und kann leicht bluten oder nässen. Häufige Stellen sind Finger, Gesicht und Lippen.

Es kann nach Reizung oder Verletzung entstehen, tritt aber auch ohne erkennbare Ursache auf. Weil andere Veränderungen ähnlich aussehen können, ist eine sichere Diagnose wichtig. Die Behandlung kann je nach Befund abtragende oder laserbasierte Verfahren umfassen.

Auch unter: Lobuläres kapilläres Hämangiom

H

Haartyp

Haare werden unter anderem nach Dicke, Länge und Pigmentierung unterschieden. Lanugohaare sind sehr feine Haare des ungeborenen Kindes. Vellushaare sind kurze, feine und wenig pigmentierte Körperhaare. Terminalhaare sind meist kräftiger, länger und stärker pigmentiert.

Hormone beeinflussen, an welchen Körperstellen Vellushaare zu Terminalhaaren werden. Für eine lichtbasierte Haarreduktion sind insbesondere Pigmentierung und Haardicke relevant; feine oder sehr helle Haare reagieren anders als dunkle kräftige Haare.

Auch unter: Lanugohaare · Vellushaare · Terminalhaare

Hämangiom

Ein Hämangiom ist eine gutartige Gefäßneubildung und wird umgangssprachlich auch Blutschwamm genannt. Hämangiome können an der Haut oder in anderen Geweben und Organen vorkommen. Ein häufiger besonderer Typ ist das infantile Hämangiom, das sich in den ersten Lebenswochen entwickelt.

Verlauf und Behandlungsbedarf unterscheiden sich je nach Typ, Lage, Wachstum und möglichen Funktionsbeeinträchtigungen. Hämangiome müssen von Gefäßfehlbildungen unterschieden werden; die ältere Einteilung in kapilläre und kavernöse Formen ist dafür allein nicht ausreichend.

Auch unter: Blutschwamm

Hämoglobin

Hämoglobin ist der eisenhaltige rote Blutfarbstoff in den Erythrozyten. Es bindet Sauerstoff in der Lunge und gibt ihn im Gewebe wieder ab. Außerdem ist es am Kohlendioxidtransport und an der Pufferung des Blutes beteiligt.

Für Gefäßbehandlungen ist wichtig, dass Hämoglobin bestimmte Lichtwellenlängen aufnimmt. Die dabei entstehende Wärme kann mit passenden Laser- oder IPL-Systemen gezielt zur Behandlung ausgewählter Gefäßveränderungen genutzt werden.

Auch unter: Roter Blutfarbstoff

Hautdehnungsstreifen

Hautdehnungsstreifen, medizinisch Striae, sind narbenartige Veränderungen der Haut. Sie entstehen im Zusammenhang mit einer Dehnung und Veränderungen des Bindegewebes, etwa während Wachstum, Schwangerschaft oder rascher Gewichtszunahme.

Auch hormonelle Einflüsse und bestimmte Erkrankungen oder Medikamente können beteiligt sein. Anfangs sind die Streifen oft rötlich bis violett und werden später heller. Typische Regionen sind Bauch, Hüften, Oberschenkel und Brust; in der Schwangerschaft spricht man von Schwangerschaftsstreifen.

Auch unter: Striae · Schwangerschaftsstreifen

Hidradenom

Ein Hidradenom ist eine meist gutartige Neubildung mit Schweißdrüsendifferenzierung. Es zeigt sich typischerweise als einzelner, langsam wachsender Hautknoten; Aussehen und Größe können je nach Unterform variieren.

Die genaue Einordnung erfolgt gegebenenfalls durch eine Gewebeuntersuchung. Hidradenome und Syringome sind unterschiedliche Hautanhangstumoren und keine austauschbaren Bezeichnungen.

Auch unter: Hidradenome

Hirsutismus

Hirsutismus bezeichnet bei Frauen vermehrte kräftige Terminalhaare in einem androgenabhängigen Verteilungsmuster, etwa an Kinn, Oberlippe, Brust oder Bauch. Er ist von einer allgemein verstärkten Körperbehaarung zu unterscheiden.

Ursachen können eine erhöhte Androgenwirkung, eine gesteigerte Empfindlichkeit der Haarfollikel, Medikamente oder eine Veranlagung sein. Besonders bei neuem oder rasch zunehmendem Haarwuchs ist die Ursache abzuklären. Eine kosmetische Haarreduktion behandelt nicht automatisch die zugrunde liegende hormonelle Störung.

I

Intense Pulsed Light (IPL)

IPL steht für intensiv gepulstes Licht. Eine Blitzlampe erzeugt Licht in einem breiten Wellenlängenbereich, der durch Filter für die jeweilige Anwendung eingegrenzt wird. IPL ist kein Laser.

Bestimmte Hautbestandteile wie Melanin oder Hämoglobin nehmen das Licht auf und wandeln es in Wärme um. Je nach System und Applikator wird IPL beispielsweise zur Haarreduktion, bei ausgewählten Gefäß- und Pigmentveränderungen oder zur Photorejuvenation eingesetzt. Die Eignung ist vom Befund und der Gerätezulassung abhängig.

Auch unter: IPL · Blitzlampe

K

Kapillaren

Kapillaren sind die kleinsten Blutgefäße. Ihre dünnen Wände ermöglichen den Austausch von Sauerstoff, Kohlendioxid, Nährstoffen und Stoffwechselprodukten zwischen Blut und Gewebe.

Die Durchblutung der Haut trägt außerdem zur Temperaturregulation bei. Werden kleine Gefäße verletzt, kann Blut ins umliegende Gewebe austreten und ein Bluterguss entstehen. Sichtbar erweiterte oberflächliche Gefäße werden als Teleangiektasien bezeichnet.

Auch unter: Kapillare

Kapilläres Hämangiom

Die Bezeichnung kapilläres Hämangiom beschreibt historisch eine gutartige Gefäßneubildung mit vielen kleinen, kapillarähnlichen Gefäßen. Oberflächliche Befunde erscheinen häufig rötlich und können an Haut oder Schleimhaut auftreten.

Für die medizinische Einordnung reichen Gefäßgröße und Farbe allein nicht aus. Entscheidend sind die genaue Art der Gefäßveränderung, ihr Verlauf und ihre Lage. Ein kapilläres Hämangiom ist nicht gleichbedeutend mit einer kapillären Gefäßfehlbildung wie einem Feuermal.

Kavernöses Hämangiom

Kavernöses Hämangiom ist eine ältere Bezeichnung für Gefäßveränderungen mit größeren, blutgefüllten Hohlräumen. Je nach Lage und Befund wurden damit unterschiedliche Erkrankungen bezeichnet.

In der heutigen Klassifikation werden echte Gefäßtumoren und venöse oder andere Gefäßfehlbildungen genauer unterschieden. Aus dem alten Begriff lässt sich weder eine sichere Diagnose noch eine spontane Rückbildung ableiten. Eine pauschale Gleichsetzung mit einem Feuermal ist ebenfalls nicht korrekt.

Koagulation

Koagulation bedeutet Gerinnung. Bei thermischen medizinischen Verfahren bezeichnet der Begriff die durch Wärme ausgelöste Veränderung und Gerinnung von Gewebeeiweiß. Laserenergie oder elektrische Verfahren können dafür eingesetzt werden.

Die Wirkung kann beispielsweise zum Verschluss kleiner Blutgefäße und zur Blutstillung genutzt werden. Koagulation ist von einer Ablation zu unterscheiden, bei der Gewebe tatsächlich abgetragen oder verdampft wird. Tiefe und Ausmaß der Wirkung hängen von Verfahren und Parametern ab.

L

Laserlicht

Laserlicht zeichnet sich typischerweise durch eine enge spektrale Bandbreite, eine hohe Richtwirkung und Kohärenz aus. Die Lichtwellen besitzen dabei eine geordnete zeitliche beziehungsweise räumliche Beziehung.

Gegenüber gewöhnlichen breitbandigen Lichtquellen lässt es sich sehr gezielt bündeln. Wellenlänge, Strahlführung, Pulsdauer und Energie bestimmen, wie Laserlicht mit Gewebe wechselwirkt. Je nach System kann die Strahlung sichtbar, infrarot oder ultraviolett sein.

Laserstrahlung

LASER steht für „Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation“, also Lichtverstärkung durch stimulierte Emission. Ein Lasersystem führt einem geeigneten Medium Energie zu und verstärkt Licht durch diesen physikalischen Prozess.

Die entstehende Strahlung wird je nach Konstruktion kontinuierlich oder gepulst abgegeben. Laser finden unter anderem in Dermatologie, Augenheilkunde und Chirurgie sowie in Forschung und industrieller Materialbearbeitung Anwendung. Laserstrahlung ist keine eigene medizinische Behandlung, sondern die physikalische Grundlage verschiedener Verfahren.

Auch unter: Laser

Lasertypen

Lasertypen werden unter anderem nach ihrem Verstärkungsmedium unterschieden: Festkörperlaser nutzen Kristalle oder Gläser, Gaslaser beispielsweise CO₂ oder Argon, Farbstofflaser flüssige Farbstofflösungen und Halbleiterlaser entsprechende Halbleiterstrukturen.

Freie-Elektronen-Laser bilden eine weitere Klasse, bei der beschleunigte Elektronen die Strahlung erzeugen. Für die medizinische Geräteauswahl sind zusätzlich Wellenlänge, Pulsart, Leistungsbereich, Strahlführung und vorgesehene Anwendung entscheidend. Der Lasertyp allein sagt noch nichts über die Eignung für eine konkrete Behandlung aus.

Lentigo senilis

Lentigo senilis ist eine ältere Bezeichnung für einen Altersfleck. Häufig wird auch der Begriff Lentigo solaris verwendet, der den Zusammenhang mit längerfristiger Sonnenbelastung hervorhebt.

Gemeint ist eine meist gutartige Pigmentveränderung an sonnenexponierter Haut. Vor einer kosmetischen Entfernung muss sie von anderen pigmentierten Veränderungen unterschieden werden. Weitere Informationen stehen unter Altersflecken.

Lippenangiom

Lippenangiom ist eine nicht ganz einheitlich verwendete Bezeichnung für eine gefäßbedingte Veränderung an der Lippe. Ein häufiger erworbener Befund ist die venöse Blutblase, auch Venous Lake, die als weiche bläuliche bis violette Erhebung erscheint.

Die genaue Diagnose ist wichtig, da andere Veränderungen ähnlich aussehen können. Bei Blutungen, Beschwerden oder kosmetischem Behandlungswunsch kommen je nach Befund unterschiedliche Verfahren infrage. Größe allein entscheidet nicht über die Wahl zwischen Laser und Operation.

Auch unter: Venous Lake

N

Naevus araneus

Ein Naevus araneus, auch Spinnennaevus oder Spidernaevus, ist eine kleine sichtbare Gefäßveränderung. Von einem roten zentralen Gefäß ziehen feine Äderchen stern- beziehungsweise spinnenförmig nach außen.

Einzelne Befunde kommen auch bei gesunden Menschen vor. Mehrere können beispielsweise in der Schwangerschaft oder im Zusammenhang mit Lebererkrankungen auftreten. Ob eine weitere Abklärung oder eine kosmetische Behandlung sinnvoll ist, richtet sich nach dem Gesamtbefund.

Auch unter: Spidernaevus · Spinnennaevus

Narbenkorrektur

Narbenkorrektur umfasst Verfahren, die Aussehen, Beschwerden oder Funktion einer Narbe verbessern sollen. Narben können nach Verletzungen, Verbrennungen, Operationen oder entzündlichen Hauterkrankungen entstehen.

Die Wahl der Methode hängt unter anderem von Narbentyp, Farbe, Dicke, Alter, Lage und individueller Heilungsneigung ab. Je nach Befund kommen verschiedene konservative, operative oder laserbasierte Verfahren infrage. Eine Narbe lässt sich üblicherweise nicht vollständig entfernen; Ziel ist eine geeignete Verbesserung.

P

Photorejuvenation

Photorejuvenation bezeichnet lichtbasierte Behandlungen zur Verbesserung bestimmter Zeichen der Hautalterung oder Sonnenschädigung. Ziele können ein gleichmäßigeres Hautbild, die Reduktion ausgewählter Pigment- oder Gefäßveränderungen und eine Verbesserung der Hautstruktur sein.

Dafür werden je nach Ziel unter anderem IPL- oder Laserverfahren verwendet. Die Gewebewirkung und mögliche Regenerationsprozesse unterscheiden sich nach Technologie. Behandlungsplan, mögliche Kombinationen, Ausfallzeit und Risiken müssen auf den individuellen Befund abgestimmt werden.

Auch unter: Photorejuventation · Hautverjüngung

Pigmentflecken

Pigmentflecken sind umschriebene Farbveränderungen der Haut, die mit der Menge oder Verteilung von Pigment zusammenhängen. Dazu gehören unterschiedliche Befunde, beispielsweise Sommersprossen, Altersflecken oder Pigmentierungen nach Entzündungen.

Muttermale beziehungsweise melanozytäre Nävi sind eine eigene Gruppe pigmentierter Veränderungen. Farbe, Form, Größe und Oberfläche können unterschiedlich sein. Die Sammelbezeichnung Pigmentfleck bedeutet nicht automatisch Gutartigkeit oder Lasereignung; vor einer Entfernung ist eine sichere Einordnung nötig.

Pigmentierte Läsionen

Eine pigmentierte Läsion ist eine sichtbare Hautveränderung, deren Farbe wesentlich durch Pigment geprägt ist. Der Begriff umfasst sowohl harmlose als auch abklärungsbedürftige Befunde und ist keine eigenständige Diagnose.

Altersflecken sind ein Beispiel, aber nicht jede pigmentierte Läsion ist altersbedingt. Ob eine Laser- oder Lichtbehandlung infrage kommt, lässt sich erst nach der fachlichen Diagnose entscheiden. Verdächtige Veränderungen dürfen nicht allein nach ihrem kosmetischen Erscheinungsbild behandelt werden.

Auch unter: Pigmentierte Hautveränderungen

R

Rhinophym

Ein Rhinophym ist eine knotige Verdickung und Vergrößerung der Nase, die im Zusammenhang mit Rosazea auftreten kann. Bindegewebe und Talgdrüsen sind vermehrt beziehungsweise vergrößert; zusätzlich können Gefäßerweiterungen und entzündliche Veränderungen bestehen.

Man unterscheidet Beschreibungen wie glandulär, fibrös und fibroangiomatös entsprechend den vorherrschenden Gewebeanteilen. Bei ausgeprägtem Gewebeüberschuss können operative oder ablative Verfahren, einschließlich geeigneter Laser, infrage kommen. Die Behandlung richtet sich nach Ausprägung und Beschwerden.

Auch unter: Rhinophyme · Knollennase

S

Seborrhoische Warzen

Seborrhoische Keratosen, umgangssprachlich Alters- oder Fettwarzen, sind häufige gutartige Hautneubildungen. Sie können hautfarben bis dunkelbraun erscheinen und haben oft eine erhabene, raue oder wie aufgesetzte Oberfläche.

Ihre Zahl und Größe können mit dem Alter zunehmen. Anders als virusbedingte Warzen sind sie nicht ansteckend. Eine Entfernung ist bei Beschwerden oder kosmetischem Wunsch möglich; bei untypischem Aussehen muss zunächst die Diagnose gesichert werden.

Auch unter: Seborrhoische Keratose · Alterswarzen · Fettwarzen

Skin Refreshment

Skin Refreshment ist ein kosmetischer Sammelbegriff für Behandlungen, die das Hautbild auffrischen sollen. Er beschreibt kein einheitlich festgelegtes medizinisches Verfahren.

Unter dem Begriff können beispielsweise Mikrodermabrasion und Ultraschallbehandlungen angeboten werden. Welche Methode tatsächlich eingesetzt wird, welche Hautschicht beeinflusst wird und welches Ergebnis zu erwarten ist, hängt vom konkreten Verfahren und Hautbefund ab.

Solare / aktinische Elastose

Solare oder aktinische Elastose beschreibt Veränderungen des elastischen Bindegewebes der Haut infolge chronischer UV-Belastung. Sie gehört zu den Zeichen lichtgeschädigter Haut und kann mit Falten, gelblicher Verdickung und verminderter Elastizität einhergehen.

Konsequenter UV-Schutz ist für die Vorbeugung weiterer Lichtschäden zentral. Welche dermatologische Behandlung sinnvoll ist, richtet sich nach dem gesamten Hautbefund; dazu können je nach Situation äußerliche oder apparative Verfahren gehören.

Auch unter: Solare Elastose · Aktinische Elastosen

Syringome

Syringome sind gutartige Neubildungen der Schweißdrüsengänge. Sie erscheinen typischerweise als kleine, feste, hautfarbene bis gelbliche Knötchen, besonders an den Unterlidern; auch andere Körperstellen können betroffen sein.

Bei der eruptiven Form entstehen zahlreiche Knötchen innerhalb eines begrenzten Zeitraums. Meist ist keine medizinisch notwendige Entfernung erforderlich. Eine kosmetische Behandlung wird individuell abgewogen. Hidradenome und chondroide Syringome sind davon abzugrenzende Tumorarten.

Auch unter: Syringom · Eruptive Syringome

T

Talgdrüsenhyperplasie

Talgdrüsenhyperplasie ist eine gutartige Vergrößerung von Talgdrüsen. Typisch sind kleine, hautfarbene bis gelbliche Knötchen mit einer zentralen Einsenkung, häufig an Stirn und Wangen.

Meist handelt es sich um ein kosmetisches Anliegen. Da andere Hautveränderungen ähnlich aussehen können, ist vor einer Entfernung eine sichere Diagnose wichtig. Je nach Befund können unterschiedliche abtragende oder apparative Verfahren eingesetzt werden.

Teleangiektasien

Teleangiektasien sind dauerhaft sichtbare Erweiterungen kleiner oberflächlicher Blutgefäße an Haut oder Schleimhaut. Sie erscheinen meist als feine rote Linien oder Gefäßnetze und kommen unter anderem im Gesicht vor.

Sie können ohne weitere Erkrankung, bei Rosazea oder Sonnenschäden sowie als Teil bestimmter Erkrankungen auftreten. Zu den bekannten Zusammenhängen gehören etwa hereditäre hämorrhagische Teleangiektasie (Morbus Osler) und einzelne seltene Syndrome. Behandlung und möglicher Abklärungsbedarf hängen von Ursache und Verteilung ab.

Telogen

Telogen bezeichnet die Ruhephase im Haarzyklus. Sie folgt auf die Wachstumsphase (Anagen) und die Übergangsphase (Katagen); anschließend wird das alte Haar abgestoßen und ein neuer Wachstumszyklus beginnt.

Die Dauer unterscheidet sich nach Körperregion und individuellen Faktoren. Da sich nicht alle Haare gleichzeitig in derselben Phase befinden, beeinflusst der Haarzyklus auch die Planung lichtbasierter Haarreduktion.

Auch unter: Ruhephase des Haares

V

Vaskuläre Läsionen

Vaskuläre Läsionen sind Veränderungen, die Blutgefäße betreffen. Im Bereich der Haut umfasst der Begriff beispielsweise sichtbare Gefäßerweiterungen, bestimmte Gefäßneubildungen und Gefäßfehlbildungen.

Besenreiser sind nur eine mögliche Form. Diagnose, Gefäßgröße, Tiefe und Lage bestimmen, ob und welches Laser-, IPL- oder andere Verfahren infrage kommt. Eine präzise Einordnung ist deshalb wichtiger als der Sammelbegriff allein.

Auch unter: Gefäßveränderungen

W

Warzenbehandlungen

Echte Viruswarzen entstehen durch eine Infektion mit humanen Papillomaviren. Häufige Formen sind gewöhnliche Warzen an Händen, Dornwarzen an Fußsohlen und flache Warzen. Hautbarriere und Immunabwehr beeinflussen ihre Entstehung und ihren Verlauf.

Manche Warzen verschwinden spontan. Bei Beschwerden oder anhaltenden Befunden kommen je nach Art und Lage unterschiedliche Behandlungen infrage, beispielsweise geeignete lokale Arzneimittel oder Vereisung. Für bestimmte hartnäckige Befunde sind auch laserbasierte Verfahren möglich. Alterswarzen sind dagegen nicht virusbedingt.

Auch unter: Viruswarzen · Dornwarzen

X

Xanthelasmen

Xanthelasmen sind weiche gelbliche Ablagerungen in der Haut der Ober- oder Unterlider. Sie bestehen aus lipidbeladenen Zellen und sind eine besondere Form der Xanthome.

Sie können bei erhöhten Blutfetten, aber auch bei normalen Blutfettwerten auftreten. Eine ärztliche Einordnung möglicher Stoffwechselzusammenhänge ist sinnvoll. Eine Entfernung erfolgt überwiegend aus kosmetischen Gründen; je nach Befund stehen unterschiedliche Verfahren zur Verfügung und ein Wiederauftreten ist möglich.

Auch unter: Xanthelasma

Das Glossar erklärt medizinische und technische Begriffe allgemein. Es ersetzt keine ärztliche Diagnose oder individuelle Behandlungsempfehlung. Die Eignung eines Systems richtet sich nach der konkreten Anwendung und den Herstellerangaben.